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Pressemitteilung Aktuelles rund um die Häfen

Große Projekte, schwierige Wetterlagen und Breakbulk Messe Veröffentlicht am 11. Dezember 2017

bremenports-Bilanz 2017: Neubauprojekte in Bremen und Bremerhaven erfolgreich umgesetzt

Für die Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports war das Jahr 2017 geprägt von der Planung und Umsetzung wichtiger Hafenbauprojekte und der Bewältigung außergewöhnlicher Herausforderungen bei der Unterhaltung der Infrastruktur. Diese Bilanz zog bremenports Geschäftsführer Robert Howe anlässlich der Jahresbilanzpressekonferenz der bremischen Häfen.

Howe: „Wir haben in 2017 eine Reihe wichtiger Projekte erfolgreich abgeschlossen, zugleich hat uns das Hafenmanagement in diesem Jahr gefordert, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Dank des großen Einsatzes der bremenports-Mitarbeiter ist es gelungen, die Hafeninfrastruktur durchgängig zur Verfügung zu stellen.“
Die außergewöhnlichen Herausforderungen ergaben sich insbesondere aus den schwierigen Wetterlagen, die insbesondere den Herbst des Jahres geprägt haben. Dabei wurde die Hafeneisenbahn durch drei Orkanstürme und das seltene Naturphänomen des Salznebels mit erheblichen Belastungen konfrontiert.

Wichtige Bauprojekte

Als zentrales Projekt, um die Abläufe im Hafen zu optimieren, ist in der vergangenen Woche der Hafenbahnhof Imsumer Deich an das Eisenbahnnetz gegangen. Mit dem Bau von acht neuen, elektrifizierten Gleisen stehen hier künftig 16 Gleise zum Rangieren und Abstellen von Güterzügen zur Verfügung. Howe: „Bremerhaven profiliert sich damit als führender Eisenbahnhafen in Europa. Wöchentlich verkehren rund 580 Züge auf den Gleisen der Hafeneisenbahn. Die Zahl der umweltfreundlichen Transporte wird sich in den kommenden Jahren noch einmal signifikant erhöhen.“

Im Bereich Kaiserhafen hatte bremenports den Nutzern der Hafenbahnanlagen bereits im Jahr 2015 zusätzliche Gleise und Bahntechnik zur Verfügung gestellt. Dieser Bereich wird vor allem von Autozügen genutzt.

Im Bremer Industriehafen ist Anfang November der Neubau der Kaje im Hüttenhafen abgeschlossen worden. Mit dem Neubau und der bereits zuvor erfolgten Vertiefung des Hafenbeckens haben sich in diesem zentralen Bereich der stadtbremischen Häfen die Bedingungen für die Schifffahrt und damit auch für die Hafenunternehmen deutlich verbessert. Howe verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich gerade die stadtbremischen Häfen in diesem Jahr als Wachstumsträger profiliert haben: „Der Ladungsanteil der nicht containerisierten Ladung hat sich in Bremen erfreulich entwickelt. Für bremenports bleiben die stadtbremischen Häfen links und rechts der Weser ein unverzichtbarer Teil der maritimen Wirtschaft im Land Bremen.“

Mit der Westkaje im Kaiserhafen III ist im Sommer des Jahres ein weiteres bauliches Großprojekt begonnen worden. Auf etwa 500 Meter Länge und sieben Meter ins Landesinnere versetzt, wird derzeit eine neue Kaje gerammt. Die Arbeiten kommen planmäßig voran und können voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Bei dem Bau der rund 30 Millionen Euro teuren Kaje werden etwa 4.000 Tonnen Spundwandstahl und etwa 3.500 Kubikmeter Beton verarbeitet sowie etwa 50.000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Das verbreiterte Hafenbecken schafft auch bessere nautische Bedingungen in diesem Teil des Hafens.

Zugleich hat bremenports im Auftrag des Ressorts im vergangenen Jahr intensiv daran gearbeitet, weitere Bauprojekte vorzubereiten. So sind die Planungen für die Columbuskaje inzwischen weit vorangetrieben. Diese Kaje soll auf rund einem Kilometer Länge in mehreren Abschnitten neu gebaut werden. Darüber hinaus plant bremenports die nicht mehr zeitgemäßen Gebäude am Columbusbahnhof durch den Neubau eines Maritimen Zentrums zu ersetzen. Dies kann zu einer weiteren deutlichen Aufwertung des Themas Kreuzfahrtstandort Bremerhaven beitragen. Das dritte in der Planung weit fortgeschrittene Projekt ist der erforderliche Neubau der Nordmole. Dieser soll auch dafür genutzt werden, die nautischen Bedingungen für Schiffe, die in den Fischereihafen wollen, zu verbessern.
Howe: „Mit Umsetzung dieser Projekte kann ein weiterer Qualitätsschub für die Häfen im Land Bremen erreichen werden.“

Deichbau vor dem Fischereihafen

Aufgabe der Hafengesellschaft ist es, den Hochwasserschutz in Bremerhaven sicherzustellen. Seit Jahren wird hierzu ein umfassendes Programm umgesetzt, das neben Deicherhöhungen auch die Ertüchtigung technischer Anlagen vorsieht. Das anspruchsvollste Projekt ist der Neubau eines Sturmflutsperrwerks in der Geeste. Nach einer intensiven Vorabstimmung zwischen den zuständigen Behörden in Bremen und Niedersachsen ist bremenports beauftragt worden, einen konkreten Bauentwurf für das neue Sperrwerk zu erarbeiten. Diese Planungen werden im kommenden Jahr erarbeitet und wegen der städtebaulichen Bedeutung des künftigen Sperrwerks von einer Lenkungsrunde begleitet werden.

Ein weiterer baulicher Schwerpunkt ist derzeit der Seedeich vor dem Fischereihafen. Der Bau des hinter der Geestemündung gelegenen 900 Meter langen Abschnitts soll bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Messestandort Bremen profitiert von break bulk

Die Bedeutung Bremens als Umschlageplatz für break bulk, also Waren, die nicht in Container verpackt werden, zeigt sich besonders in den erfreulichen Bilanzen dieses Jahres. Diese Bedeutung zeigt sich aber auch darin, dass Bremen sich in diesem Jahr erfolgreich als Austragungsort für die Breakbulk Europe bewerben konnte. Ende Mai werden mindestens 7.500 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Bremen tritt im nächsten Jahr die Nachfolge von Antwerpen an, wo die Messe in den vergangenen Jahren stattfand. Bei einem erfolgreichen Messeverlauf zeichnet sich ab, dass die Veranstaltung auch im Jahr 2019 erneut in Bremen stattfinden wird. Howe: „Dies ist ein großer Erfolg für den Messestandort Bremen, den bremenports gemeinsam mit der Messe Bremen und der Bremer Tourismus Zentrale erringen konnte.“

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat bremenports im Sommer beauftragt, ein Konzept für das Hafenmarketing vorzulegen. Dies ist auch deshalb erforderlich, weil die VIA Bremen-Foundation zum Jahresende 2017 das operative Geschäft einstellt. Dieses Konzept wird in den kommenden Wochen mit der Hafenwirtschaft abgestimmt. Ziel ist es, eine einvernehmliche Grundlage für den bremischen Auftritt im In- und Ausland zu entwickeln.

Personelle Erneuerung von bremenports auf gutem Weg

Angesichts der demografischen Entwicklung steht das Unternehmen bremenports in den kommenden Jahren vor der großen Herausforderung, eine Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit sehr spezialisierten Qualifikationen ersetzen zu müssen. Der dazu erforderliche Prozess der personellen Erneuerung ist inzwischen erfolgreich angelaufen. So haben insgesamt 31 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2017 ihre Tätigkeit für die Hafengesellschaft aufgenommen.

bremenports will sich als attraktive Arbeitgebermarke profilieren. So schafft bremenports mit einer familiengerechten und gesundheitsorientierten Unternehmenspolitik Rahmenbedingungen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen, Privatleben und Arbeitsbedingungen so gut wie möglich miteinander in Einklang zu bringen. So bietet bremenports inzwischen rund 50 verschiedene Arbeitszeitmodelle an. Daneben gibt es eine Fülle von Angeboten zur Gesundheitsförderung.

Geschäftsführer Robert Howe: „bremenports hat als familienfreundlicher Betrieb inzwischen fünf Zertifikationsstufen erfolgreich durchlaufen und zahlreiche familienfreundliche Maßnahmen auf den Weg gebracht.“ Bundesweit erfüllen lediglich 12 Unternehmen den von bremenports erreichten Standard. Dafür wurde das Unternehmen im Sommer dieses Jahres von der Bundesfamilienministerin ausgezeichnet.

Holger Bruns Pressesprecher

bremenports GmbH & Co. KG

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