Prävention gegen die Sturmflut 12 km Deich zum Schutz der Bevölkerung

Hochwasserschutz Zum Schutz der Bevölkerung - Hochwasserschutzprojekte bei bremenports

Wir halten 22 Kilometer Deiche und Hochwasserschutzanlagen in Schuss und sorgen für die Grünpflege. Doch das ist nicht alles: Wir sind auch zuständig, wenn die Deiche ausgebaut und verstärkt werden müssen.

Um die Arbeit unserer Experten zu unterstreichen, finden Sie hier eine Auflistung und Erklärung zu aktuellen Hochwasserschutzprojekten:

Deichbau am nördlichen und südlichen Seedeich Bremerhavens:

Der im südlichen Stadtbereich und westlich des Fischereihafens liegende Seedeich erstreckt sich von der Fischereihafendoppelschleuse im Norden bis zur ehemaligen Landesgrenze mit Niedersachsen im Süden. Als erster Bauabschnitt des Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) wurde der südliche Bereich des Seedeichs im Herbst 2016 vorgezogen. Bei der Baumaßnahme handelt es sich um den Bau eines etwa 460 m langen Teilstücks im Süden des Seedeichs. Dafür muss das Profil des neu entstandenen Schutzwalls gestreckt werden: Der neue Abschnitt wird im Außenbereich abgeflacht und wächst somit ca. 12 Meter Richtung Weser. Ende 2017 soll dieser Bauabschnitt beendet sein.
Aber auch der nördliche Bereich des Seedeichs wird im Frühjahr 2017 ertüchtigt. Dieser Bereich wird in einem weiteren Bauabschnitt auf einer Länge von ca. 950 m im Außenbereich abgeflacht und wächst Richtung Weser.

Treibsellagerplatz und Treibselräumweg Luneplate:

Die Luneplate verfügt über einen Landesschutzdeich mit einer Gesamtlänge von 5.780 m. Für die ordnungsgemäße Unterhaltung dieser Bereiche ist eine Erweiterung der vorhandenen Infrastruktur erforderlich. Hierfür muss der nur teilweise vorhandene Treibselräumweg auf der Luneplate ausgebaut bzw. verlängert werden. Die Bedeutung dieser Maßnahme für den Küstenschutz ist hoch: Bereits im Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des Generalplans Küstenschutz wurde dieser Ausbau aufgenommen. Nach Beendigung der Planungen wird in den Jahren 2017 bis 2018 ein Treibselräumweg im südlichen Bereich auf einer Länge von ca. 760 Metern und im nördlichen Bereich auf einer Länge von ca. 1.150 Metern der Luneplate vervollständigt.
Doch auch die ordnungsgemäße Entsorgung des Treibsels spielt eine wichtige Rolle: Zur Lagerung und Behandlung dieses Sels ist binnenseitig des Luneplatendeichs der Bau eines Treibsellagerplatzes geplant. Ab dem Jahr 2017 soll der Bau eines rund 25.000 m² großen befestigten Platzes zur Lagerung, Behandlung und Kompostierung des Treibsels beginnen.
Sowohl der Bau des Treibsellagerplatzes als auch der Bau des Treibselräumweges erfordern Kompensationsmaßnahmen. Die Kompensation für den Treibsellagerplatz erfolgt an der unteren Lune, wohingegen der Bau des Treibselräumweges durch Ausgleichsmaßnahmen in der Drepteniederung kompensiert wird.

Ertüchtigung des Hochwasserschutzes auf der Columbusinsel Bremerhaven:

Die Columbusinsel liegt zwischen der Nordschleuse und der Kaiserschleuse im Überseehafengebiet in Bremerhaven. Die vorhandenen Hochwasserschutzeinrichtungen auf der Columbusinsel weisen ein Unterbestick auf und müssen teilweise erhöht oder komplett neu gebaut werden. Für diesen Bereich wurde ein Bauentwurf erstellt, der beschreibt, wie der zukünftige Hochwasserschutz auf der Columbusinsel ertüchtigt werden soll. Im Herbst 2016 wurde der Planfeststellungsantrag für dieses Bauvorhaben eingereicht. Der Beginn für die bauliche Umsetzung für diesen Hochwasserschutzabschnitt ist ab dem Ende des Jahres 2017 geplant.

Ertüchtigung des Hochwasserschutzes an der Nordschleuse Bremerhaven:

Die Nordschleuse befindet sich zwischen der Columbusinsel und dem Containerterminal im Überseehafengebiet in Bremerhaven. Gemäß den Vorgaben des Generalplans Küstenschutz haben die Schleusentore, die Häupter sowie die Hochwasserschutzlinie beiderseits der Schleusenkammer Fehlhöhen aufgewiesen. Deshalb wurden diese Bauwerke in dem Zeitraum von 2014 bis zum Jahr 2016 an die Vorgaben des Generalplans Küstenschutz angepasst. Die Baumaßnahme wurde im November 2016 fertiggestellt.

Ertüchtigung des Hochwasserschutzes auf der Schleuse Oslebshausen:

Die Schleuse Oslebshausen bildet die Einfahrt zu den Industriehäfen in Bremen. Die vorhandenen Hochwasserschutzeinrichtungen im Bereich der Schleuse Oslebshausen (Schleusentore, die Häupter sowie die Hochwasserschutzlinie beiderseits der Schleusenkammer) weisen gemäß den Vorgaben des Generalplan Küstenschutz Fehlhöhen auf. Für diesen Bereich wurde ein Bauentwurf erstellt, der beschreibt, wie der zukünftige Hochwasserschutz im Bereich der Schleuse ertüchtigt werden soll. Im 3. Quartal 2016 wurde ein Genehmigungsantrag für dieses Bauvorhaben eingereicht. Der Beginn für die bauliche Umsetzung dieses Hochwasserschutzabschnitts ist für Jahr 2017 geplant.