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2021/2 | Aus dem Archiv

100 Jahre Fischereihafendoppel-schleuse

Viele Schiffe könnten bestimmte Wasserstraßen nicht ohne Schleusen passieren. Das gilt auch für die Fischereihafenschleuse. Sie ermöglicht es, dass der Fischereihafen unabhängig von den Gezeiten und wechselnden Wasserständen betrieben werden kann. Umso wichtiger ist es, dass diese immer auf dem neuesten Stand der Technik ist. 2021 feiert die Fischereihafenschleuse  Jubiläum. Am 05. November 1921 fand die Grundsteinlegung der ersten Doppelschleuse statt. Eingeweiht wurde sie im März 1935.

Es hat sich viel getan in den letzten Jahrzehnten, bis der Fischereihafen so aussah, wie wir ihn heute kennen. Mit der Eingemeindung von Wulsdorf nach Geestemünde im Jahr 1920 begann die rasante Entwicklung des Fischereihafens. Und mit ihm auch der Bau der Fischereihafenschleuse.

Die Fischereihafenschleuse wurde vor 25 Jahren neu konzipiert. Die Große Kammer, zuständig für die Schleusung der Großschifffahrt, wurde 2001 deutlich vergrößert, die kleine Kammer in der Länge angepasst. Dabei wurde auch der Straßenverlauf, der bis dahin über die Tore der kleinen Kammer führte, umgelegt.

Durch die kleine Kammer werden vorrangig die Binnen-, Tank- und Sportschifffahrt geschleust. Für Sportboote gilt, dass zur vollen Stunde die Schleusung in Richtung See und zur halben Stunde in Richtung Hafen stattfindet.  2017 wurden am Außenhaupt der kleinen Kammer die Schienen für den Unterwagen erneuert. Die vorhandene Schienenbefestigung wurde auf einer neuen Trägerplatte montiert und zusammen mit den Schienen am Grund befestigt. Aktuell wird geplant, die Antriebe der kleinen Kammer der Fischereihafenschleuse zu erneuern.

Der Grund für diese Maßnahme ist das Fehlen von Ersatzteilen für die alten in die Jahre gekommenen Antriebe. Im Zuge der geplanten Modernisierung  wird auch das vorhandene Gebäude abgebrochen. Das neue Gebäude schließt an den vorhandenen Hochwasserschutz an und ergänzt diesen in der Höhe. Somit entspricht es den aktuellsten Anforderungen an den Hochwasserschutz. Durch die ohnehin anstehende Modernisierung werden dann auch die Laufschienen der Oberwagen erneuert.

Bereits 2023 ist die nächste Baumaßnahme geplant. Dann sollen die elektromechanischen Antriebe am Binnenhaupt modernisiert werden.

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