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2021/2 | Welthafen International

Achtung, Ähnlichkeitsfalle!


Sie sind unsere direkten Nachbarn, und sie sprechen fast die gleiche Sprache wie wir. Doch wer glaubt, deutsche Denk- und Verhaltensweisen eins zu eins auf Geschäftsbesuche in Österreich übertragen zu können, der kann böse Überraschungen erleben.

Immer wieder ist Anna Lassonczyk, Diplom-Kulturwirtin und zertifizierte interkulturelle Trainerin, verwundert, wie leichtfertig deutsche Führungskräfte und Mitarbeiter ihren möglichen Geschäftserfolg in Österreich aufs Spiel setzen. „Nur selten bereiten sie sich abseits ihrer beruflichen Inhalte intensiv auf ihre Geschäftspartner in der Alpenrepublik vor – und tappen dadurch in die Ähnlichkeitsfälle“, berichtet die gebürtige Polin, die seit über zehn Jahren ihr Unternehmen in Deutschland führt. Mit letzterem Begriff umschreibt sie die Tatsache, dass ähnliche kulturelle Hintergründe und eine recht ähnliche Sprache noch lange nicht bedeuten, dass auch die Kommunikationsstrategien und die Arbeitsgewohnheiten in beiden Ländern identisch sind.

In diesem Kontext verweist sie auch gern zum Einstieg in ihre Trainings und Keynotes darauf, dass in Österreich oftmals ein Dialekt gesprochen wird, der mehr oder weniger leicht zu verstehen ist, und dass es im dortigen Vokabular auch einige „falsche Freunde“ gibt. Ihr Paradebeispiel dafür ist der berühmte Palatschinken, der in Wirklichkeit kein Schinken sondern ein Pfannkuchen ist.

Sie rät daher, die Reise nach Österreich unter der Prämisse anzutreten, das vieles in beiden Ländern ähnlich, aber fast nichts gleich ist. Das zeigt sich beispielsweise unmittelbar nach dem gegenseitigen Überreichen der Visitenkarten. Während ein Deutscher sich fortan über die persönliche Ansprache mit seinem Namen freut, erwartet ein Österreicher, dass er zusätzlich mit seinem Titel angesprochen wird, egal ob dieser Doktor, Magister oder Ingenieur lautet.

 „In Österreich wird erheblich mehr Wert auf den Titel als in Deutschland gelegt, auch wenn die vorhandenen Titel weitestgehend die gleichen sind. Dementsprechend empfiehlt es sich, auch in Mails und Briefen den vollständigen Titel des österreichischen Ansprechpartners zu nennen – selbst wenn er lang ist.

Das komplette Interview und noch viel mehr Informationen  finden Sie in der April-Ausgabe des Logistics Pilot oder unter www.logistics-pilot.com

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