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2021/5 | bremenports intern

Baustart für neue Columbuskaje

Jetzt geht´s los! Mit dem Aufstellen des Bauzauns haben Ende September die Bauarbeiten für die neue Columbuskaje begonnen. Und in nicht einmal zwei Jahren, im Herbst 2023  soll der Bau weitgehend fertiggestellt sein.  620 Meter Kaje sollen bis dahin in den Weserschlick gerammt, die Zwischenräume mit Sand aufgefüllt, befestigt und neue Passagierbrücken montiert sein. Es ist seit dem Bau des Containerterminals 4 vor eineinhalb Jahrzehnten das größte Kajenbauwerk, dass die bremenports-Ingenieure jetzt auf den Weg bringen.

Geplant ist, eine neue Spundwand mit etwa 20 Meter Abstand zur bestehenden Kaje in die Weser zu rammen. Der offizielle Startschuss hierfür wird am 5.  November gegeben. Und wenn die bis zu 42,3 m langen Stahlbohlen  mit Hydraulikrammbär tief im Weserschlick versenkt werden, dann wird es laut. Sehr laut. Deshalb erfolgen die Rammarbeiten unter Einsatz eines Faltenbalgs, welcher die Lärmemissionen stark eindämmt. Zusätzlich werden jeweils vor Beginn „akustische Vergrämungsmaßnahmen “ durchgeführt, damit in der Nähe befindliche Meeressäugetiere Reißaus nehmen. Durch das Vorsetzen der neuen Spundwand  werden ca. 17.000 m2 der Bundeswasserstraße landfest gemacht, ein kleiner Landgewinn für das Bundesland Bremen.

Für den Neubau der Kaje ist es höchste Zeit. Denn seit mehreren Jahren ist das rund 100 Jahre alte Bauwerk nicht mehr ausreichend standsicher. Wenn starker Ostwind bei Ebbe die Weser in die Nordsee treibt, war dies stark gefährdet. Mehr als einmal musste in solchen Fällen ein ankerndes Schiff ablegen und bis zu auflaufendem Wasser eine Extrarunde drehen. Kein Zustand für eine Kaje, die von der boomenden Kreuzfahrtbranche immer stärker genutzt wurde.

Nach Senatsbeschluss hatten die bremenports-Ingenieure einen ausgeklügelten Plan entwickelt. Neben den baulichen Herausforderungen galt es, die Arbeiten so vorzusehen, dass das Kreuzfahrtterminal auch während der Bauzeit von den Kreuzfahrtschiffen angefahren werden kann. Um den Betrieb möglichst wenig einzuschränken, wird in drei Abschnitten gebaut. Mit den ersten beiden Abschnitten wird nun begonnen.  Mit der Bauausführung beauftragt ist eine Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen TAGU und Züblin, die bereits den Bau der Kaje 66  zeitgerecht erstellt haben.

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