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Welthafen international

bremenports zeichnet saubere Schifffahrt aus

Anlässlich der Konferenz „Sustainable Shipping“, hat bremenports Geschäftsführer Robert Howe Vertretern der dänischen Reederei Terntank den greenports Award für die „umweltfreundlichste Flotte“, die 2018 die bremischen Häfen angelaufen hat, vergeben.

 

Bildrechte-MCN-e.V.

Robert Howe: „Terntank ist dem Gesetzgeber einen Schritt voraus und arbeitet kontinuierlich und mit nachweisbarem Erfolg daran die Umweltleistung ihrer Flotte zu verbessern. Damit ist Terntank ein Vorbild auf dem Weg zu einer sauberen Schifffahrt.“ Bereits 2011 hat die Reederei begonnen einen „Ship Energy Efficiency Management Plan“ umzusetzen, dessen Ziel es ist den Kraftstoffverbrauch und damit auch die Schiffsemissionen zu senken. Auch der saubere Umgang mit den transportierten Chemikalien und Verfahren mit Schiffsabwasser und Abfällen werden kontrolliert. Neben den ökologischen Aspekten stehen die Sicherheit des Schiffsbetriebes und die Verantwortung für die Mitarbeiter bei Terntank im Fokus.
Im Juni 2016 erweitert die Reederei ihre Flotte um mehrere Schiffe mit LNG-Antrieb, um den besonderen Anforderungen an die Schifffahrt in der Nord- und Ostsee gerecht zu werden. Die deutlichen Vorteile von LNG im Vergleich zu schwefelarmen Kraftstoff werden durch den Einsatz eines Wärtsilä-Hauptmotor (TIER III) und einem fortschrittlichen Rumpfdesign von Rolls Royce ergänzt.

Der greenports Award für das „Umweltfreundlichste Schiff“ wurde dieses Jahr an die norwegische Reederei und Ihrem Autotransporter „AutoEnergy“ übergeben. Anlässlich eines Anlaufs überreichte bremenports-Geschäftsführer Robert Howe die Urkunde an den Kapitän des Schiffes und Vertretern der Reederei UECC. Der 181 Meter lange Autotransporter setzt auf das umweltfreundliche Flüssigerdgas LNG, das den Ausstoß von Stickoxiden reduziert. Ebenso werden Feinstaub und Schwefeldioxid gar nicht emittiert. Durch moderne Technologien wird dafür gesorgt, dass der Hybrid-Antrieb in jedem Modus emissionsarm und mit reduziertem Treibstoffverbrauch auf der Nord- und Ostsee zwischen England und Russland unterwegs ist.
Mit einem durchschnittlichen ESI (Environmental Ship Index) -Wert mit 60,8 Punkten ist der „AutoEnergy“ auf Platz 1 vor seinem Schwesterschiff „AutoEco“ mit 58,1 Punkten.
Bereits zum sechsten Mal verleiht bremenports die „greenports Awards“. Neben der öffentlichen Auszeichnung kompensiert bremenports symbolisch die CO2-Emissionen für einen Anlauf des Gewinnerschiffs in den bremischen Häfen. Dieses Jahr wurden für die „Auto Energy“ 3,6t CO2 bei atmosfair kompensiert. Der freiwillig bezahlte und von den Emissionen abhängige Klimaschutzbeitrag wird von atmosfair dazu verwendet erneuerbare Energien auszubauen, vorrangig in Entwicklungsländern. Diese Kompensation bietet der Schifffahrt eine Möglichkeit, bis zur Umstellung der Flotten auf saubere Antriebssysteme die Umweltauswirkungen der Schifffahrt zu kompensieren.

Bei der Preisverleihung hob bremenports-Geschäftsführer Robert Howe hervor, dass es grundsätzlich eine positive Tendenz in der Schifffahrt gebe. „Allein im letzten halben Jahr ist der Anteil der Schiffe, die einen ESI gemeldet haben um knapp sieben Prozent angestiegen. Damit sind es weltweit nun 7731 Schiffe, die mit weniger Emissionen und damit umweltfreundlicher fahren, als es die Grenzwerte der International Maritime Organisation vorgeben. Angesichts der Brisanz der Klimathematik ist es dringend erforderlich, dass sich diese Entwicklung weiter beschleunigt. Das Ziel muss die Null-Emissions-Schifffahrt sein.“ Die Grundlage für die Ermittlung der Gewinner bilden die Werte des Environmental Ship Index aus 2018, kurz ESI genannt. Der ESI ist ein internationaler Standard, der im Rahmen der World Port Climate Initiative von den Häfen der Nordwestrange entwickelt wurde. Der ESI setzt sich aus Teilbewertungen in Punkten für die Emissionen von Stickoxiden, Schwefeloxiden und Kohlendioxid zusammen und gewährt weitere Punkte sofern das Schiff über einen Landstromanschluss verfügt. Die ESI-Punktzahl bewegt sich zwischen 0 und 100, wobei null den Grenzwerten der IMO entspricht. Werte über null übertreffen damit die geltenden gesetzlichen Vorgaben.

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