x
Zwei Städte – ein Hafen

Die Bremische Hafeneisenbahn setzt auf Digitalisierung

Mit einer Kombination aus Digitalisierungs- und Infrastrukturmaßnahmen will die Bremische Hafeneisenbahn ihre Qualität und ihr Zugaufkommen langfristig steigern. Das Leistungsangebot von den wasserseitigen Umschlagterminals in Bremerhaven ins Hinterland nutzen im Jahresdurchschnitt ca. 548 Züge pro Woche. Der Rekord lag im vergangenen September bei 666 Zügen pro Woche. Das Zugaufkommen stieg damit im Vergleich zu 2017 in der Summe um fünf Prozent.

Die Bremische Hafeneisenbahn verzeichnete 2018 insgesamt knapp 38.700 Ein- und Ausgangszüge (ohne Triebfahrzeugfahrten)

Für die positive Entwicklung ist zum einen das im vergangenen Jahr eingeführte Infrastrukturdatenmanagementsystem (IDMS) verantwortlich. Es erlaubt die Weichen, Gleise und Bahnübergänge kontinuierlich auf den Zustand zu überprüfen, so dass Reparaturnotwendigkeiten früher gesehen und gezielter geplant werden können. Durch das System hat bremenports neue Vernetzungsmöglichkeiten mit Partnern der bremischen Hafeneisenbahn geschaffen. Alle Daten zur Verkehrslage und zum Zustand der Gleisinfrastruktur können von Institutionen in Echtzeit ausgetauscht werden.

Zum anderen ist das neue IT-System, welches ab Herbst 2020 die Planung und Disposition der Zug- und Wagenbewegung optimieren soll, verantwortlich für die steigende gute Entwicklung. Das System soll über eine modulare Struktur verfügen, die aus den Funktionsbereichen Betriebsplanung, Disposition, Abrechnung und Auswertung sowie aus einem Kundenportal besteht. Dabei ist das Hauptmerkmal die stärkere Vernetzung innerhalb der Logistikkette. Schnittstellen zu den Systemen der DB Netz AG ermöglichen die Abfrage der Fahrpläne und Zugmeldungen durch beispielweise Verspätungen. Für die Eisenbahnverkehrsunternehmen, Rangierdienstleister und die Terminalbetreiber ist ein Kundenportal geplant, dass den Informationsfluss der Betriebsführung der Hafeneisenbahn einbezieht. So können Kunden dort ihre Bestellungen erfassen und verfolgen, Zugvormeldungen abgeben und Entgeltabrechnungen prüfen. Für die Terminals gibt es die Möglichkeit, die geplanten Ladezeiten mit der Hafeneisenbahn abzustimmen, den Status der geplanten Züge einzusehen, sowie den Stand der Be- und Entladung zu melden.

Jeder zweite Container geht über die Schienen. Bei den Automobilen sind es sogar über 70%. Die bremischen Häfen erzielen im Container- und Automobiltransport europäische Spitzenwerte, wenn es darum geht den Anteil der Hafeneisenbahn im Hinterlandverkehr zu bewerten.

An dem Projekt ist bremenports, gemeinsam mit Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, DB Netz AG und dbh Logistic IT beteiligt.