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Die bremischen Häfen: Auch 2020 in guter Form

Robert Howe: bremenports bleibt weiter auf einem Wachstumspfad

Auch im schwierigen Jahr 2020 hat bremenports seine Aufgaben zuverlässig und umfassend erledigt. Darauf hat bremenports-Geschäftsführer Robert Howe in einem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr hingewiesen. Howe: „bremenports hat den Auftrag, die Infrastruktur der bremischen Häfen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr verfügbar zu halten. Das ist auch im Krisenjahr 2020 ohne Einschränkung gelungen.“ Trotz der zahlreichen Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gab, sei dieses Jahr auch in wirtschaftlicher Hinsicht insgesamt positiv verlaufen. Howe: „Wir haben unser Planergebnis insgesamt erreicht. Dies ist vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Einschränkungen ein großer Erfolg.“

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe und die Besatzung des Peilschiffs Seeadler Oliver Beier und Oliver Neumayr freuen sich über den Nachhaltigkeitspreis der Nordwestregion.

Um den Betrieb der Hafeninfrastruktur sicherzustellen, hatte bremenports im März eine Reihe von organisatorischen Maßnahmen ergriffen. So waren Schichtpläne in der Hafenunterhaltung neu gestaltet worden, um Redundanzen zu ermöglichen. Die Büroarbeitsplätze wurden innerhalb von zwei Wochen nahezu vollständig auf Homeoffice umgestellt. „Dank des Einsatzes unserer Kolleginnen und Kollegen ist es gelungen, alle Projekte planmäßig voranzubringen“, so der bremenports-Geschäftsführer. Auch die personelle Erneuerung der Hafenmanagementgesellschaft  sei insgesamt gut vorangekommen. So seien rund 30 neue Mitarbeiter_innen eingestellt worden, darunter zahlreiche, die ihre Ausbildung bei bremenports erfolgreich absolviert haben. Insgesamt zählt bremenports 395 aktiv Beschäftigte, knapp 20 Prozent nehmen die bei bremenports gegebenen Möglichkeiten von individuell vereinbarten Arbeitszeitmodellen wahr.

Auch unabhängig von der Pandemie wird bremenports die Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Arbeit konsequent fortsetzen. So ist geplant mobiles Arbeiten zu fördern. Dies bedeutet, dass bei dafür geeigneten Tätigkeiten bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit im Homeoffice erbracht werden können. „Wir wollen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, um auch künftig freie Stellen zügig besetzen können.“

Und Arbeit wird es bei der Hafenmanagementgesellschaft auch in den kommenden Jahren reichlich geben, denn bremenports sieht sich weiterhin auf einem Wachstumspfad. Howe: „Es gibt erfreuliche politische Beschlüsse des Senats, die garantieren, dass uns die Arbeit auch künftig nicht ausgehen wird. Neben den bereits haushaltswirksam beschlossenen Projekten einer neuen Columbuskaje, dem Neubau der Nordmole und dem Bau der Heisekaje im Fischereihafen, sind umfangreiche Vorplanungen für die Ertüchtigung der Containerkaje zu erstellen. Die Hafeneisenbahn soll mit einem Ausbau der Vorstellgruppe Speckenbüttel weiter gestärkt werden. Im Überseehafen soll die Versorgung der Schiffe mit Landstrom, ermöglicht werden. „Diese Projekte sichern eine hohe Investitionstätigkeit in den kommenden Jahren und leisten so einen wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit der bremischen Häfen zu stärken.“

In diesem Zusammenhang hob Howe noch einmal die Bedeutung der Weseranpassung für die Containerschifffahrt vor. „Seitens der Terminalbetreiber ist in den vergangenen Wochen eindringlich darauf hingewiesen worden, wie wichtig die Erreichbarkeit der Containerkaje für die Reeder ist. Die Anpassung der Wassertiefe muss gewährleisten, dass Schiffe bei Flut mit einem Tiefgang von 17 Metern die Hafenanlagen erreichen können.“ Es gebe die Erwartung, dass der Bund in den im kommenden Jahr anstehenden konkreten Genehmigungsverfahren die Weichen für eine zuverlässige und bessere Erreichbarkeit des Containerterminals stellt. „Wir brauchen hier dringend positive Botschaften.“ 

Neue Möglichkeiten für Bremerhavens Werften: Großschiffe an der neuen Westkaje.

Auch im zu Ende gehenden Jahr gab es wichtige Verbesserungen der Hafeninfrastruktur. Der Neubau der Westkaje konnte abgeschlossen werden. Und in diesem Zusammenhang gab es inzwischen mehrere Dockschleusungen. „Wir konnten zeigen, dass wir auch Schiffe, die länger als 300 Meter sind durch die Kaiserschleuse in den Kaiserhafen  bringen können. Das ist insbesondere für die Werften eine gute Nachricht, erhöht dies doch die Zahl  potentieller Kunden.“

Auch in Sachen klimaneutraler Hafen geht es weiter voran. So konnte die erste Phase des SHARC-Projektes mit einer wissenschaftlich abgesicherten Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs im Überseehafen abgeschlossen werden. Jetzt werde eine langfristige Investitionsstrategie für den klimaneutralen Hafen erarbeitet und mit der Einwerbung von Fördermitteln zielgerichtet umgesetzt. Howe: „Wir freuen uns, dass die Metropolregion Nordwest uns in diesem Jahr für unsere greenports-Strategie mit den Nordwest-Award ausgezeichnet hat. Wir wollen unsere Nachhaltigkeitsstrategie auch in den kommenden Jahren umfassend umsetzen.