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Pressemitteilung Aktuelles rund um die Häfen

Digitale Kompetenz für beste Kommunikation Veröffentlicht am 01. November 2018

Neue Leitzentrale verbessert Möglichkeiten bei Sturmflut

Es war der 5. Dezember 2013. Der Wind hatte im Laufe des Tages immer mehr aufgefrischt. Schließlich drückte ein Orkan mit 125 Kilometern pro Stunde die Fluten in die Wesermündung. Der Betrieb der Schleusen wurde eingestellt, alle Öffnungen in den Deichen geschlossen. Die Prognosen gingen von vier Metern über dem Normalhochwasser aus. Am Ende waren es drei Meter und damit der dritthöchste jemals in Bremerhaven gemessene Wasserstand. Das für solche Wetterlagen vorgesehene Einsatzschema für Extremwasserstände wurde von bremenports professionell abgearbeitet. Und dennoch gab es nach der Bewältigung der Sturmflut eine kritische Aufbereitung der Lage und die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten: „Grundsätzlich sind wir gut gewappnet“, so bremenports Geschäftsführer Robert Howe. „Aber wir wollten die technischen Möglichkeiten umfassend nutzen, um in schwierigen Lagen optimal handeln zu können.“

Das Ergebnis der Überlegungen steht jetzt im 12. Stock des Sail City Gebäudes: Hier ist für den Fall einer Sturmflut eine Einsatzzentrale entstanden, die zur neuen Sturmflutsaison die Möglichkeiten zur Krisenreaktion deutlich verbessert. Im Einsatzfall kommt der Kommunikation vor und während der Krisenlage allergrößte Bedeutung zu. Und eine gelungene Kommunikation braucht präzise Informationen. Diese laufen künftig in der Einsatzzentrale zusammen und werden dort ausgewertet.

Die Einsatzzentrale bietet ausreichend Platz für Einsatzleitung, Einsatzstab, Katastrophenschutz, Telefondienst und Pressesprecher. Die räumliche Nähe zu weiteren vorhandenen Besprechungsräumen ermöglicht größere Einsatzbesprechungen oder auch Pressekonferenzen.

Die Deichlinie in Bremerhaven zieht sich vom CT 4 im Norden bis zur Landesgrenze an der Luneplate im Süden der Stadt, alles in allem 22 Kilometer. Es gibt Sturmflutsperrwerke und das Tidesperrwerk, es gibt die Schleusen und Kajen, die als Hochwassersperren funktionieren. Es gibt Deiche und Spundwände, eine Vielzahl von Bauwerken, die im Falle X zu funktionieren haben. Die neue Zentrale schafft die Möglichkeit, auf mehreren Monitoren im Einsatzfall das Geschehen entlang der Hochwasserschutzlinie zeitgleich zu verfolgen. Die Live-Videobilder liefern aktuelle Momentaufnahmen von den technischen Anlagen längs der Bremerhavener Deichlinie.

Darüber hinaus laufen in der Zentrale die professionellen Prognosen der Wetterdienste ein, auch die Lage an der weiteren Nordseeküste kann kontinuierlich im Blick behalten werden. Howe: „Selbstverständlich hatten wir jede dieser Informationen auch bislang schon. Aber jetzt setzt sich das Puzzle zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen. Und jeder in der Einsatzzentrale kann unmittelbar auf die für ihn wesentlichen Daten zugreifen.“

bremenports ist vom Senat beauftragt, den Deichschutz für Bremerhaven sicherzustellen. Die Zuständigkeit für den Katastrophenschutz in Bremerhaven liegt direkt beim Oberbürgermeister. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen am Katastrophenschutz beteiligten Stellen wie Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr profitiert von den neuen Möglichkeiten. „bremenports hat die technischen Möglichkeiten optimal genutzt, um für eine umfassende und transparente Kommunikation zu sorgen“, so Oberbürgermeister Melf Granz. „Von hier aus kann sehr präzise beobachtet und vorhergesagt werden, wann die im Katastrophenschutz vorgesehenen Abläufe in Gang gesetzt werden müssen. Die neue Hochwasserleitzentrale hilft dabei, Bremerhaven noch ein Stück sicherer zu machen.“

Holger Bruns Pressesprecher

bremenports GmbH & Co. KG

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