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2022/2 | Im Interview

Drei Fragen an

Stefan Färber

Geschäftsbereichleiter Hafenentwicklung und Innovation bremenports GmbH & Co. KG

„Wir verstehen uns als verlässlichen Partner der Hafenwirtschaft, der mit vollem Einsatz dafür sorgt, dass die Bremischen Häfen wettbewerbsfähig bleiben können.“

Sie leiten den neuen Geschäftsbereich Hafenentwicklung und Innovation. Warum sind diese Themen jetzt in einer neuen Organisationsform gebündelt worden?

Das Ziel des GB4 ist es, die bislang in verschiedenen Geschäftsbereichen und Stäben aufgeteilten Kompetenzen zu einer kompakten Einheit zusammen zu fassen, um so von kürzeren Kommunikationswegen profitieren und zusätzliche Synergieeffekte generieren zu können. Bei den verschiedenen Fachrichtungen beispielsweise von der Hafenentwicklung über die Nachhaltigkeitsthemen zur Flächenvermarktung gibt es sehr viele Überschneidungen. Im GB4 sollen die für den Hafen der Zukunft zentralen Themen noch enger zusammengeführt werden, um den Hafen noch ganzheitlicher zu betrachten. Außerdem soll mit der Einrichtung des GB4 die externe Wahrnehmung dieser zukunfts- und innovationsorientierten Aufgaben verbessert werden. Dafür ist es z.B. sehr praktisch, dass auch die neu besetzte Marketing-Abteilung Teil des GB4 ist.

Was sind die großen Themen, die in dem neuen Geschäftsbereich in diesem Jahr angegangen werden müssen?

Wir verstehen uns als verlässlichen Partner der Hafenwirtschaft, der mit vollem Einsatz dafür sorgt, dass die Bremischen Häfen wettbewerbsfähig bleiben können. Dabei gibt es dieses Jahr unheimlich viel zu tun. Das beginnt beim HEK, dem neuen Hafenentwicklungskonzept 2035 und bei der Wasserstoff-Studie. Ganz wichtig werden auch das Thema Smart Port und die weitere Dekarbonisierung sein. Darüber hinaus arbeiten wir am neuen Marketingkonzept und bekommen auch eine neue Website, auf die man sich jetzt schon freuen kann. Last but not least sind auch die Entwicklungen am isländischen Finnafjord weiterhin spannend.

Eine besondere Herausforderung kommt auf die Häfen zu, um die Versorgungssicherheit mit Energie sicherzustellen und zugleich einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten. Was bedeutet dies für die Bremischen Häfen?

Schon immer spielen die Häfen eine bedeutende Rolle als Energiedrehscheiben. Schon seit Jahren wird über die Errichtung von LNG Importterminals an den Nordrange-Küsten diskutiert. Aktuell ist eine Studie in Bearbeitung, die das Potenzial der Bremischen Häfen zur Entwicklung und zum Aufbau einer hafenbezogenen Wasserstoffwirtschaft bewertet. Wasserstoff wird in großen Mengen importiert werden müssen, um die Bedarfe decken zu können, die für die industrielle Dekarbonisierung nötig sind. Auf die Hafeninfrastruktur wird es dabei ankommen; sie muss den Erfordernissen genügen, damit die Häfen ihrer Rolle gerecht werden und ihren Beitrag leisten können.

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