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Pressemitteilung Aktuelles rund um die Häfen

Ganz nah dran: Naturschutz mit dem Rad erleben Veröffentlicht am 15. August 2018

Mit Segway-Kurs und Wasserbüffel: bremenports lädt zum Fahrradtag auf der Luneplate ein

Einmal Wasserbüffel, Säbelschnäbler und ein Sturmflutsperrwerk aus nächster Nähe betrachten – dazu lädt die Hafenmanagementgesellschaft bremenports am Sonntag, 19. August, in den Süden von Bremerhaven ein. Beim „2. Fahrradtag auf der Luneplate“ können Besucher zwischen 12 und 17 Uhr den 1.400 Hektar großen Lebens- und Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten erkunden. Wo früher intensiv Landwirtschaft betrieben wurde, sind heute feuchtes Marschgrünland, Wattflächen und Tidepolder zu finden.

Am „2. Fahrradtag“ warten vier Stationen mit verschiedenen Aktionen auf große und kleine Naturfreunde. Zentraler Anlaufpunkt ist die Alte Hofstelle als Station 1. Hier finden die Gäste das Festzelt mit Imbiss- und Getränkeständen. Die Polizei Bremerhaven bietet eine Fahrradregistrierung. Hierzu müssen ein Identitätsausweis und ein Eigentumsnachweis (Kassenzettel o.ä.) vorgelegt werden. Besonderer Blickfang an Station 1 sind die Wasserbüffel, die auf der Luneplate dafür Sorge tragen, dass die vielfältige Vogelwelt beste Lebensbedingungen vorfindet. Und weil die Tiere nach der Geburt einen Namen bekommen, werden „Taufpaten“ und Namensgeber für den Nachwuchs gesucht. An Infoständen informieren ADFC, NABU, Jägerschaft und der Imkerverein Beverstedt über ihre Aktivitäten. Auch für Unterhaltung insbesondere für Kinder ist an der alten Hofstelle gesorgt. Es gibt eine Hüpfburg, ein Wasserkraftwerk, einen Bio Kräutergarten, Kinderschminken, Stelzenläufer, einen Taschenkünstler und ein „Babylonland“.
Warum ist die Luneplate ein so bedeutender Lebensraum für zahlreiche seltene Vogelarten? Was musste bei den Planungen des Naturschutzgebietes bedacht werden, damit sich der jetzt erreichte Erfolg einstellt? Warum hat bremenports diese wertvollen Naturschutzflächen neu entwickelt? Fragen, auf die Biologen, Landschaftsplaner und Landwirte an den Stationen 2 und 4 jeweils zur vollen und halben Stunde Antwort geben. Der Aussichtsturm und das Beobachtungsversteck gelten als hervorragende Beispiele, wie es gelingen kann, sensible Naturräume für den Menschen erlebbar zu machen.
Technisch wird es an Station 3, dem Sturmflutsperrwerk. Hier wird erklärt, wie solche Bauwerke zur Be- und Entwässerung – dazu gehört auch das in der Nähe gelegene Tideschöpfwerk – funktionieren und betrieben werden. Hier gibt es die Möglichkeit, einen Segway-Parcours zu befahren, Skateboards, BMX Räder, Scooter oder Inliner kostenlos auszuleihen und sich auf einer Halfpipe auszuprobieren. Auch 30 minütige Crashkurse werden angeboten. Die erforderlichen Gerätschaften und Schutzkleidung werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Anfahrt
Besuchern wird die Anreise mit dem Fahrrad empfohlen. Alternativ kann ein Shuttle-Bus genutzt werden, der am Parkplatz Hornbach am Seeborg 6 startet. Die Linie 1 fährt vom Parkplatz Hornbach (Seeborg 6) im Gewerbegebiet „Bohmsiel“ zur Deichplattform am ehemaligen Lunesiel. Von hier sind es knapp 5 km bis zum Festgelände. Auf dieser Linie 1 können Fahrräder mitgenommen werden. Die Linie 2 fährt in die Nähe der alten Hofstelle. Von hier aus kann das Festgelände zu Fuß erreicht werden.
Wer ab Bremen kommt, nimmt die Autobahnabfahrt Bremerhaven Süd, um auf kürzestem Wege zum Parkplatz Hornbach (Seeborg 6) zu gelangen. Wer mit dem Zug anreist, kann die stündlich verkehrende NordWestBahn Richtung Bremerhaven-Lehe nehmen mit Ausstieg Bremerhaven Wulsdorf. Von hier aus sind es noch 3 km bis zum Parkplatz Hornbach.
 
Die Luneplate und bremenports
Wer mit Projekten wie dem Container-Terminal 4 einen Hafen ausbaut, greift massiv in die Natur ein und muss für eine angemessene Kompensation sorgen – das schreiben strenge rechtliche Vorgaben vor. Die Luneplate fungiert seit mehr als 20 Jahren als zentrales Ausgleichsgebiet für wichtige Hafenbaumaßnahmen. Zusammen mit den vorgelagerten Außendeichs- und Wattflächen im Mündungstrichter der Weser bildet die Luneplate ein mehr als 1.000 Hektar großes Naturschutzgebiet.
Die Kompensationsflächen auf der Luneplate stehen miteinander in Verbindung: Große Scharen von ziehenden und rastenden Wasser- und Watvögeln wechseln zwischen Tidepolder und Grünland oder rasten auf der Alten Weser. Die Lage der Luneplate am Mündungstrichter der Weser, am Übergang vom Wattenmeer zum Binnenland, führt dazu, dass sich hier von Herbst bis zum Frühjahr große Vogelschwärme aufhalten. Ausführliche Informationen zu diesem Thema können der Pressemitteilung „Gastvögel auf der Luneplate – Naturschauspiel im Weser-Ästuar“ vom 15. November 2017 entnommen werden.
Die Experten von bremenports betreuen insgesamt 48 Hafen-Kompensationsflächen in Bremen, Bremerhaven und dem niedersächsischen Umland.

Weitere Einzelheiten zum Programm und Hinweise zur Anfahrt gibt es hier.

Holger Bruns Pressesprecher

bremenports GmbH & Co. KG

0471 309 01-103
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