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28. Mai 2015

Howe: Europas Häfen müssen mehr für den Klimaschutz tun

Auf einer Konferenz der europäischen Seehafenorganisation ESPO in Athen hat bremenports-Geschäftsführer Robert Howe die Häfen dazu ermuntert, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen: „Ein sinkender Energieverbauch im öffentlichen Hafenbetrieb und in der Hafenwirtschaft entlastet die Umwelt und senkt die Kosten. Darüber hinaus ist praktizierter Klimaschutz mit einem Imagegewinn verbunden, der die Wettbewerbschancen von Standorten und Unternehmen verbessert.“

Der Einsatz erneuerbarer Energien in Europas maritimen Transport- und Umschlagzentren müsse deutlich erhöht werden, forderte Howe. „Damit können unsere Häfen einen wesentlichen Beitrag für den verringerten Ausstoß klimaschädlicher Emissionen leisten.“ Ein maritimer Standort, der auf einen nachhaltigen Umgang mit knappen Ressourcen setze, öffne sich neuen Technologien, Investitionen und wissenschaftlichen Forschungs-und Entwicklungsprojekten.

Die Reduktion der Klimagase sei eine Qualitätsfrage für die Seehäfen, sagte Howe. Er erinnerte daran, dass die Küstenstandorte in den kommenden Jahrzehnten verstärkt mit den Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels konfrontiert sein werden. „Unsere Häfen sollten nicht Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung. Die beste und sauberste Energie ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen!“

Zusammen mit anderen Akteuren wie den Logistikfirmen BLG und Eurogate arbeitet bremenports seit einigen Jahren daran, den Einfluss der Häfen Bremen und Bremerhaven auf den Klimawandel zu begrenzen. 2008 unterzeichnete die Bremer Landesregierung die „World Ports Climate Declaration“, in der sich maritime Standorte aus aller Welt zur Verringerung der Treibhausemissionen bekannten.

Inzwischen ist bremenports in der Lage, den Kohlendioxid-Ausstoß im eigenen Unternehmen und in den direkt beeinflussbaren Hafenbereichen zu ermitteln. 2013 sanken diese CO2-Emissionen um 502 auf 3.293 Tonnen. Der Rückgang von etwa 13 Prozent war vor allem auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien – Ökostrom – zurückzuführen.

Rüdiger Staats Pressesprecher

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