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Wasserstoff Bremerhaven will sich als maritimes Testfeld für Wasserstofftechnologien profilieren

„H2Bx.MariTransGate“. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich eines der ambitioniertesten Klimaschutz- und Verkehrswendeprojekte im Land Bremen. Im Rahmen eines bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbs hat bremenports im Februar 2021 in Kooperation mit der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) ein umfangreiches Förderkonzept vorgestellt. „Mit diesen Vorschlägen wollen wir Bremerhaven als Testfeld für Wasserstofftechnologien im maritimen Verkehrssektor profilieren“, so bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. „Besonders bedeutend ist dabei, dass die im Rahmen des Verbundkonzepts vorgelegten sieben Einzelprojekte einen engen Bezug zueinander haben. Es geht in der 180-seitigen Projektskizze um die Produktion von grünem Wasserstoff aus erneuerbarer Energie, um konkrete Anwendungsmöglichkeiten im internationalen Verkehrskotenpunkt Bremerhaven, aber auch um den Import von Wasserstoff. Diese Projekte sollen im Hafenbetrieb als Teil des Verkehrssektors wichtige Impulse zur Verbreitung von Wasserstofftechnologien auslösen.“

Die Erstellung des von bremenports und BIS eingereichten Verbundkonzepts ist von zahlreichen Institutionen unterstützt worden. Zu nennen sind insbesondere:


Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen
Der Oberbürgermeister der Seestadt Bremerhaven
Das Maritime Cluster Norddeutschland
H2BX eV.
wab e.V.
BEAN
EWE
NTB

Die Verbundprojekte im Einzelnen:

H2Bx.HyGrid

H2Bx.HyGrid / Ansprechpartner: bremenports
Aufbauend auf den Ergebnissen des BMWi-geförderten FuE-Projektes SHARC wurde gemeinsam mit der Siemens AG eine Projektskizze zur weiteren Umsetzung vorgelegt. Mit Windenergie- und Photovoltaikanlagen wird zusätzliche erneuerbare Energie erzeugt. Diese wird in ein aufzubauendes smartes MicroGrid für das Hafengebiet eingespeist und dient zugleich der Versorgung eines „Hafen-Elektrolyseurs“. Der erzeugte grüne Wasserstoff soll vor der weiteren Verteilung an die Nutzer im Hafen in Tanks zwischengelagert werden. Ein elektrischer Speicher soll zudem die erzeugte regenerative Energie in Spitzenzeiten zwischenspeichern. Mit dem Konzept verbunden sind auch Vorschläge für neue betriebliche Ansätze, die geprüft werden sollen.


H2Bx.HyDistriTerm

H2Bx.HyDistriTerm / Ansprechpartner: bremenports
Das Projekt zielt auf die Entwicklung und den Aufbau von Umschlags-, Aufbereitungs- und Verteilungsanlagen speziell für den Import und die Distribution von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten, die im Überseehafen von Bremerhaven entstehen sollen. Dieser Bedarf dürfte entstehen, wenn auch die Nachfrage in der Industrie sowie der Schifffahrt zunimmt und auch an Produktionsorten mit günstigen Erzeugungsbedingungen (z.B. Island, Norwegen, Nordafrika oder Naher Osten) die Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Der Import des Wasserstoffs soll u.a. mittels neuartiger Container erfolgen. Für die Wasserstoffderivate sollen spezialisierte Tankschiffe zum Einsatz kommen.


H2Bx.HyShunter

H2Bx.HyShunter / Ansprechpartner: bremenports
In einer separaten Kooperation arbeiten evb, Alstom, Hy Solutions, HPA und bremenports an der Entwicklung einer wasserstoffbetriebenen Rangierlok.   In den Hafengebieten Bremerhavens und Hamburgs soll schließlich der Betrieb und insbesondere die Betankung der wasserstoffbetriebenen Rangierlok sichergestellt werden. Im Bremerhavener Projekt soll sowohl die Betankung der Lok als auch der neuen Schiffseinheiten mit entsprechender Antriebstechnologie mittels einer nach Möglichkeit multimodalen Tankstelle erfolgen, an der dann auch Straßenfahrzeuge versorgt werden können.


H2Bx.HyShipSol

H2Bx.HyShipSol / Ansprechpartner: bremenports
Mobile wasserstoffgespeiste Stromgeneratoren und vier mit Wasserstoffantrieb ausgerüstete Schiffsneubauten sollen für den Bereich der Schifffahrt Lösungen bieten, um den Markthochlauf der Wasserstofftechnologie zu unterstützen und den vor Ort erzeugten Wasserstoff zu verwerten. Dabei geht es um Arbeitsschiffe der bremenports und weitere Behördenschiffe des Hafenkapitäns sowie der Wasserschutzpolizei.


H2Bx.HyLiner

H2Bx.HyLiner / Ansprechpartner: Weserfähre GmbH
Das seetaugliche Fahrgastschiff GEESTEMÜNDE II soll nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik nachhaltig und ressourceneffizient entwickelt, konstruiert, gebaut und betrieben werden. Dabei werden neueste Methoden, Konzepte und Verfahren eingesetzt. Die GEESTEMÜNDE II wird ein herausragendes Beispiel für die sichere und zuverlässige Nutzung von Methanol-Brennstoffzellen auf Seeschiffen – gemeinsam mit den Schiffen im Teilprojekt HyShipSol ein wichtiger Meilenstein und Impuls zur Dekarbonisierung der Seeschifffahrt.


H2Bx.HyFuel

H2Bx.HyFuel / Ansprechpartner: BIS
Mit der Entwicklung und der Errichtung einer Produktionsanlage für synthetisches Methan und Methanol bis zum industriellen Maßstab wird dieser Teilprojekt Ausgangspunkt für die Produktion von CO2-neutralen Schiffskraftstoffen im großindustriellen Maßstab am Standort Bremerhaven. Es schafft die notwendigen Voraussetzungen zur Bereitstellung der synthetischen, klimaneutralen Kraftstoffe Methan und Methanol für die Schifffahrt und zur Versorgung der GEESTEMÜNDE II mit grünem Methanol als Treibstoff.


H2Bx.HyCompany

H2Bx.HyCompany / Ansprechpartner: Brüssel & Maas Logistik GmbH
Das Projekt zielt auf die Entwicklung und Errichtung einer autonomen Energieversorgung aller betrieblichen Teilprozesse eines typischen Transportunternehmens in der Logistikbranche, wie das Betanken der Lkw, der elektrischen Energieversorgung sowie der Kälte- und Wärmeversorgung der Gebäudeinfrastrukturen ab. Hauptenergieträger der Energieversorgung sollen Strom aus eigenen Photovoltaik-Anlagen und selbsterzeugter grüner Wasserstoff sein.

Weitere Informationen

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