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2021/4 | Zwei Städte – ein Hafen

Fähre als Ponton:

Hohes Tempo bei Ersatz für Drehbrücke

Ein im Verbindungskanal liegendes Fährschiff soll ab dem kommenden Frühjahr sicherstellen, dass die Columbusinsel direkt aus dem Überseehafen erreichbar ist. Dies haben die politischen Gremien auf Vorschlag der Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, beschlossen. „Die Havarie der Drehbrücke darf nicht dazu führen, dass die Columbusinsel jahrelang nur eingeschränkt erreichbar ist“, so Senatorin Dr. Schilling. „Wir geben deshalb weiter Vollgas, um den Unternehmen auf der Columbusinsel möglichst schnell Sicherheit für die Zukunft zu geben. Die von bremenports entwickelte Lösung schafft diese Sicherheit, ist zügig realisierbar und zugleich sehr flexibel im Einsatz.“

Die konkreten Planungen werden derzeit bei bremenports mit Hochdruck vorangetrieben. Das Fährschiff wird als Ponton quer im Verbindungskanal liegen und die Auf- und Abfahrrampen auf den östlichen und westlichen Ufereinfassungen ablegen. Um dies zu realisieren, sind auf beiden Seiten des Kanals Zufahrten zu bauen. Der Betrieb der Fähre ist für den Werksverkehr von und zur Insel für acht Stunden pro Tag vorgesehen, kann aber im Bedarfsfall auch flexibel gestaltet werden. Mit dieser Lösung ist sichergestellt, dass die Passage für Schiffe vom Nord- zum Kaiserhafen möglich bleibt.

Die Bereederung soll über das Stammpersonal von bremenports erfolgen. Wenn die verkehrlichen und behördlichen Voraussetzungen geschaffen sind, kann die temporäre Behelfsbrücke im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen. Vorgesehen ist, die provisorische Straßenquerung über den Verbindungskanal in Bremerhaven bis zur Fertigstellung eines vollwertigen Neubaus zu nutzen.

Die Gesamtkosten für die provisorische Lösung betragen für die kommenden fünf Jahre insgesamt 5,3 Millionen Euro. Neben den Anschaffungskosten für die Fähre sind darin auch die Herstellung der Straßenanbindung, Betriebs- und Personalkosten enthalten.

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