x

2021/4 | Zwei Städte – ein Hafen

Mit Reedern für saubere Schifffahrt

Weniger Schiffsemissionen in den Häfen: Das ist das Ziel der deutschen Seehäfen, die hierzu jetzt eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht haben. Das Projekt mit dem Namen ZeroEmission@Berth hat das Ziel, Maßnahmen aufzuzeigen, die in Ergänzung oder Alternative zu festen Landstromanlagen zur Emissionsreduktion während der Schiffsliegezeiten im Hafen beitragen. Eine mögliche Umsetzung dieser Maßnahmen soll gemeinsam mit den Reedereien erfolgen, die deutsche Seehäfen anlaufen.

Das Gemeinschaftsprojekt ist eine Initiative des norddeutschen Seehafennetzwerkes bestehend aus den Umweltexperten der neun Seehafengesellschaften der fünf norddeutschen Küstenländer. Das Projekt wird durch das Maritime Cluster Norddeutschland unterstützt und startet im September 2021.  

Die Mitarbeit bei dem Gemeinschaftsprojekt ZeroEmission@Berth ist eine von vielen Maßnahmen der bremenports, um die Emissionen im Hafen zu reduzieren.

Gemeinsam mit den großen europäischen Seehäfen Rotterdam, Antwerpen, Haropa und Hamburg hatte bremenports zudem kürzlich ein Memorandum of Understanding (MoU) gezeichnet, mit dem der Ausbau von Landstromanlagen im Bereich der Containerterminals vorangetrieben werden soll und anschließend eine gemeinsame Erklärung an die Europäische Union adressiert, in der für einheitliche Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Landstrom geworben wird.

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe wertete die gemeinsamen Aktivitäten als deutliches Signal der Häfen an die Reeder, gemeinsame Kraftanstrengungen zur deutlichen Reduzierung der Schiffsemmissionen zu unternehmen. Howe: „Bei allem öffentlichen Engagement für Luftreinhaltung durch Landstromanlagen entstehen mengenmäßig die meisten Emissionen der Schifffahrt auf See. Reeder stehen vor immensen Herausforderungen um eine „Null-Emissions-Schifffahrt“ zu realisieren. Mit dieser Initiative wollen wir deutschen Seehäfen den Reedern die Hand reichen, um sie durch zielgerechte Aktivitäten an unseren Hafenstandorten in geeigneter Weise zu unterstützen“.

Dieser Artikel erschien in der Kategorie ‚Zwei Städte – ein Hafen‘
>> Mehr aus dieser Kategorie finden Sie hier…