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2021/6 | Maritime Vielfalt

Projekt „CLEAN“ für saubere Gewässer in den bremischen Häfen

Organismen wie Algen und Seepocken haften sich an Schiffsrümpfe und vermehren sich. Die Konsequenz: Das Schiff gleitet mit höherem Widerstand durch das Wasser – und das verbraucht mehr Energie. Doch gibt es Rumpfbeschichtungen, die einen Bewuchs verhindern? Wie können Schiffsrümpfe für die Umwelt und den Menschen unbedenklich gereinigt werden, ohne dabei die Beschichtung zu beschädigen und ohne die Schadstoffe ins Wasser abzutragen?

Unterwasserreinigungen auf versagenden biozidhaltigen Antifoulingsystemen sind leider aus Kostengründen oft gängige Praxis. Dabei werden Biozide freigesetzt und die Anti-Fouling-Beschichtung beschädigt oder sogar abgetragen. Wird zusätzlich das abgewaschene Material nicht aufgefangen, kommt es zu einem Eintrag von Biofouling, Mikroplastik und Schadstoffen (Biozide) in die Gewässer. Bisher gibt es keine verbindliche Regelung zur Erteilung einer Erlaubnis von Unterwasserreinigungen von Schiffsrümpfen in Häfen.

Nun werden jedoch innovative Anti-Fouling-Strategien (AFS) in den bremischen Häfen erprobt. Die durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projektgruppe CLEAN hat mit einem bundesweit ersten Leitfaden zur erlaubnispflichtigen Unterwasserreinigung von Schiffsrümpfen verbindliche Regelungen für die Schiffsreinigungen aufgestellt und will so den Eindrang umweltschädlicher Stoffe in die Gewässer der bremischen Häfen reduzieren.

Teilnehmende Akteure waren neben bremenports u.a. das Hansestadt Bremische Hafenamt, die niedersächsische Wasserschutzpolizei, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Beschichtungsstofffirmen, das AWI, die Laeisz-Reederei, die Nordseetaucher und das Institut LimnoMar.

Ausführliche Unterlagen zum Projekt können unter (Projekt “CLEAN” – Unterwasserreinigung in der professionellen Schifffahrt – Limnomar) abgerufen werden.

Ebenso gibt es eine Zusammenfassung des Projektes „CLEAN“ in einem Video:

https://youtu.be/QjJxIVb46jA (deutsch)
https://youtu.be/BMp6j0WUlt0 (englisch)

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