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Welthafen international

Seute Deern ruht an der Baltimore Pier

Nach langen sorgfältigen Planungen und intensiven Absprachen mit den Behörden ist das Wrack des ehemaligen Segelschiffs Seute Deern an die Baltimore Pier verholt worden. Dort, am südlichen Ende des Museumshafens sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen worden, das ehemalige Museumsschiff sicher zu demontieren.

Den Auftrag zu der sogenannten Phase 1 der Demontage hatte bremenports vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte erhalten.

„Wir sind erleichtert, dass diese kritische Phase des Rückbaus trotz der Corona-bedingten Einschränkungen des Arbeitslebens erfolgreich bewältigt werden konnte“, sagt Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Geschäftsführende Direktorin des DSM. Kleingärtner bedankte sich bei bremenports und allen weiteren Beteiligten für die umsichtige Planung und Umsetzung des Vorhabens.

bremenports Geschäftsführer Robert Howe bedankte sich bei der bremenports-Mannschaft für die sorgfältige Vorbereitung und Durchführung der Aktion. „Dies war ein Projekt, für das es kein Lehrbuch gab. Es mussten eine Fülle von Aufgaben gelöst werden, die auch für uns absolutes Neuland waren. Umso erfreulicher, dass die Kollegen jetzt alle Voraussetzungen geschaffen haben, um einen sicheren Rückbau durchführen zu können.“ Howe bedankte sich bei allen Ämtern und Behörden und bei dem Hafenkapitän für die enge Kooperation bei diesem komplexen Projekt. „Gemeinsam haben wir die Voraussetzungen geschaffen, diese kritische Phase des Rückbaus unproblematisch zu erledigen.“

Um das Schiff verholen zu können, waren zunächst die drei Masten abgebaut worden. Es wurden Baustraßen angelegt, eine Brücke abgebaut, Veränderungen an der Kaje vorgenommen, eine Rinne für den Kiel in der Hafensohle erstellt und letztlich Folie eingebracht, um Umweltschäden bei den weiteren Arbeiten zu verhindern. Das Verholen wurde von einem LKW aus per Winde durchgeführt und von der DLRG und einem bremenports Arbeitsschiff begleitet. Darüber hinaus wurde von bremenports über Monate eine Pumpenwache gestellt, die dafür zu sorgen hatte, dass das Schiffswrack rund um die Uhr überwacht wurde.

Nach dem Verholmanöver wurden inzwischen vor und hinter der Seute Deern Wände aus Containern errichtet. Um das Wrack zu stabilisieren wird das Hafenbecken mit Sand aufgefüllt. Dann wird Sand in die Dockgrube eingebaut, um das Wrack in eine stabile Lage zu bringen.

In einem weiteren Schritt wird das DSM die Seute Deern mit ihrer besonderen Konstruktionsweise, ihren Innenräumen und Aufbauten genau vermessen, fotografieren und dokumentieren. Des Weiteren sollen erhaltenswerte Bestandteile des Schiffes gesichert werden, die sich für den Nachbau oder die Museumssammlung eignen.