x
Pressemitteilung Aktuelles rund um die Häfen

Erster Rammschlag für neue Kaje 66 Veröffentlicht am 20. November 2020

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen und bremenports

Senatorin Dr. Schilling: „Wir arbeiten systematisch daran, unsere Häfen für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.“

Mit dem ersten Rammschlag für die neue Spundwand hat der Neubau der Kaje 66 im Überseehafengebiet weiter an Fahrt aufgenommen, nachdem in dem Eckbereich zwischen der Columbuskaje und der Einfahrt zur Nordschleuse die Arbeitsgemeinschaft TAGU/Züblin in den vergangenen Monaten bereits erste vorbereitende Baumaßnahmen umgesetzt hat.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: „Ich bin sehr froh, dass der ambitionierte Zeitplan für die Baumaßnahme bis jetzt vollständig umgesetzt werden konnte. Denn diese Baumaßnahme ist für den reibungslosen Ablauf des Hafengeschehens von immenser Bedeutung. Die Kaje 66 sichert die Zufahrt zur Nordschleuse, die jedes Jahr von rund 2000 Seeschiffen passiert wird.“

Nach mehreren Havarien war jedoch die Standfestigkeit der im Jahr 1965 in Betrieb genommenen Kaje nicht mehr gegeben. Zuletzt war im Jahr 2017 die Spundwand der Kaje 66 durch eine Havarie mit einem Autotransporter schwer beschädigt worden. Dies hatte zu erheblichen Versackungen hinter der Uferwand auf der Landseite geführt.

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe: „Die Zufahrt zur Nordschleuse ist für die bremischen Häfen von größter Bedeutung. Deshalb dürfen wir uns hier keine baulichen Schwächen leisten. Mit der bautechnisch anspruchsvollen neuen Kaje stellen wir die erforderliche Betriebssicherheit dauerhaft sicher. Angesichts des guten Baufortschritts gehe ich davon aus, dass die Kaje in einem Jahr fertiggestellt ist und wir danach mit dem Bau der Columbuskaje starten können.“

Begonnen hatte der Neubau im Juni dieses Jahres.

Seitdem war in einer ersten Bauphase der ehemalige Fähranleger der Englandfähre zurückgebaut worden. Im Anschluss wurden 75 Schrägpfähle mit Einzellängen bis zu 45 Metern durch die alte Spundwand getrieben.

Insgesamt werden jetzt auf einer Länge von 320 Metern 116 Tragbohlen mit Einzellängen von bis zu 43 Metern und 119 Füllbohlen in den Boden gerammt und entsprechend über Schrägpfähle, beziehungsweise mit Hilfe von Rundstahlankern, rückverankert.

Die neue Spundwand wird mit Steigleitern, Haltekreuzen und Fendern ausgerüstet Der Bereich hinter der neuen Spundwand wird mit Sand verfüllt, die Oberflächenbefestigung von rund 4000 Quadratmetern wiederhergestellt. 

Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt 17,7 Millionen Euro. Die Hälfte zahlt das Land, die andere Hälfte der Bund.

Senatorin Dr. Schilling hob hervor, dass der Neubau der Kaje Teil einer umfassenden Erneuerungsstrategie in den Häfen sei: „Wir arbeiten systematisch daran, unsere Häfen auch für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen. Mit dem Neubau der Columbuskaje, dem Neubau der Nordmole in der Einfahrt zur Geestemündung und der Kapazitätserweiterung bei der Hafeneisenbahn ist es uns gelungen, bereits weitere wichtige Projekte zur Verbesserung der Hafeninfrastruktur im Haushalt zu hinterlegen.“

Einen Einblick mitten ins Geschehen gibt es im Video: https://youtu.be/BL6J4iSgEjQ