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Pressemitteilung Aktuelles rund um die Häfen

Mit LED für maritimen Umweltschutz Veröffentlicht am 22. November 2018

Modellprojekt in Bremen und Niedersachsen abgeschlossen

Gutes Licht mit wenig Strom: Nicht nur in Haushalten spielt das Thema Beleuchtung eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, den Energieverbrauch zu reduzieren. Auch für die Kosten der öffentlichen Infrastruktur ist die Art der Beleuchtung ein wichtiger Faktor. So entstehen rund 20 Prozent der Energiekosten in den Häfen für die nächtliche Beleuchtung. Um auch in den Häfen Energie nachhaltiger zu nutzen, haben die Hafengesellschaften bremenports und Niedersachsen Ports in einer Pilotstudie verschiedene Leuchtmittel miteinander verglichen. Auf einer Abschlussveranstaltung wurde jetzt in Bremerhaven ein Fazit gezogen.

Lichtqualität, Lichtausbeute, Energieeffizienz, wenig störende Auswirkungen auf das Leben von Insekten: Die Kriterien für den Einsatz von Licht im Hafen sind vielfältig. In der Vergangenheit wurden überwiegend Natriumdampflampen eingesetzt, um für eine ausreichende und sichere Beleuchtung im Hafen zu sorgen. Mit der Weiterentwicklung der LED-Technologien und der in den USA im Einsatz befindlichen LEP-Technik haben sich inzwischen neue Möglichkeiten ergeben.

In den vergangenen drei Jahren wurde intensiv untersucht, welche der Technologien für den Hafen am besten geeignet ist. In Bremerhaven, Brake und Bremen wurden in unterschiedlichen Situationen getestet, Beschäftigte befragt und Versuchsreihen zu den Auswirkungen auf Insekten durchgeführt. Untersucht wurden die Auswirkungen auf Eisenbahnanlagen, Schleusen, Container- und Stückgutlager. Das Ergebnis war eindeutig: Bei Neuanlagen sind LED-Leuchten gegenüber anderen Leuchten zu bevorzugen. Für die Insektenfreundlichkeit ist warm-weißes LED-Licht von Vorteil.

bremenports-Geschäftsführer Robert Howe hob auf der Abschlussveranstaltung die enge Kooperation zwischen den Hafengesellschaften hervor. Diese Zusammenarbeit könne auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. Howe: „In den vergangenen Jahren sind die Emissionen im Bereich der öffentlichen Hafeninfrastruktur bereits um zwei Drittel gesenkt worden. Unser Ziel bleibt es, im kommenden Jahrzehnt die Emissionen auf Null zu reduzieren. Dazu liefert dieses Projekt einen wertvollen Beitrag.“

Für NPorts hob Niederlassungsleiter Harald Ludwig hervor, dass die Studie für konkrete Investitionsentscheidungen entscheidende Hinweise geliefert habe. LED der zweiten Generation sei für Brake das beste Leuchtmittel und deshalb auch inzwischen eingebaut worden. Sein Fazit: „LED ist nicht nur nachhaltiger sondern schont auch den Geldbeutel.“

Beantragt wurde das Projekt über den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen bei der Metropolregion Nordwest, die aus ihrem Förderfond 145.000 Euro bewilligt hatte. In Vertretung des Ressorts hob Hafenabteilungsleiter Jörg Peters hervor, dass Maritimer Umweltschutz auf der Tagesordnung weit oben steht. Peters: „Das Beleuchtungsprojekt passt sich sehr gut in diese Strategie ein.“

Eine ausführliche Dokumentation der Studie zum Einsatz Innovativer Beleuchtungen im Hafen finden Sie hier. Das Video zur Studie finden Sie hier.