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2021/2 | Zwei Städte – ein Hafen

Zukunftskonzept Columbusinsel bis zum Sommer / Brücke demontiert


Senatorin Dr. Schilling dankt bremenports und den beteiligten Unternehmen für gelungenes Teamwork

Die Drehbrücke an der Nordschleuse ist am Samstagvormittag erfolgreich demontiert worden. Das stählerne Fachwerk der Brücke wurde auf den 95 Meter langen Ponton Innovation 1 gesetzt und dann auf die ABC-Insel am Kaiserhafen verbracht.

Die Innovation 1 war am Nachmittag des Vortages von zwei Schleppern und dem bremenports-Arbeitsschiff Möwe passgenau unter die Drehbrücke gefahren worden. Dann hatten Schweißer die letzten tragenden Stahlträger getrennt, so dass die Brücke auf dem Ponton gelagert wurde. (https://www.youtube.com/watch?v=2dHvN8eUHO4)

Vor der Ausfahrt aus dem schmalen Verbindungskanal wurde die Brücke mit Spezialgerät auf dem Ponton gedreht und dann zur ABC-Halbinsel verbracht. Dort wurde sie mit Hilfe des selbstfahrenden Untersatzes entladen. Die BLG als Betreiber der ABC-Halbinsel hatte für die Lagerung der Brücke extra eine ausreichend große Fläche freigeräumt. In den nächsten Tagen wird entschieden, ob der Stahlkoloss vor Ort zerteilt werden kann oder ob er dazu noch einmal an einen anderen Ort verholt werden muss.

Am Donnerstag, den 1. April war aus noch nicht geklärter Ursache ein Obergurt der Drehbrücke gesprungen. Dies hatte eine Kettenreaktion ausgelöst, bei der weitere Stahlteile geborsten sind oder verbeult worden waren. In nur einer Woche hatte bremenports mit Partnerfirmen die Voraussetzungen für die Demontage geschaffen.
Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, hatte die Aktion Vor-Ort verfolgt. „Der Hafen steht zusammen. Ich bin beeindruckt, mit welcher Professionalität, Präzision und Ruhe hier zusammengearbeitet worden ist. Dafür meinen herzlichen Dank.“

Schilling hob hervor, dass die Vorplanungen für eine neue Brückenplanung bereits begonnen haben. „Ich habe bremenports gebeten, in den kommenden beiden Monaten Szenarien für ein Zukunftskonzept Columbusinsel zu entwerfen.“ Ziel ist es dabei, noch vor der Sommerpause ein Perspektivkonzept für die Zukunft der Columbusinsel zu erarbeiten und in die politischen Gremien einzubringen. Grundlagen dafür sind Vorarbeiten, die bremenports bereits erarbeitet hat. Auf der Basis dieses Konzeptes soll dann eine Machbarkeitsstudie für eine neue Brücke erstellt werden, mit der die möglichen Alternativen dargestellt werden.

Auch bremenports-Geschäftsführer Robert Howe bedankte sich bei der bremenports-Mannschaft, der BLG, BVT, dem Hafenkapitän und allen weiteren Partnern für die hervorragende Zusammenarbeit. „Das war ein Super-Job.“ In dieser Situation habe es sich gezeigt, wie wichtig es sei, dass Bremerhaven aus eigener Kraft mit Know-How, Arbeitskraft und Technik eine solche Krise kurzfristig bewältigen kann. Mit dem Abtransport der Brücke sei der Verlust auch optisch deutlich geworden. „Wir werden uns mit aller Kraft  sofort an die erforderlichen Planungen machen. Aber dennoch wird es realistischer Weise Jahre dauern, bis eine neue Brücke gebaut ist.“ Vor diesem Hintergrund sei es erforderlich, auch  provisorische Lösungen zügig zu prüfen.

Link zum Film über den Abriss und Abtransport der Drehbrücke an der Nordschleuse Bremerhaven:
https://www.youtube.com/watch?v=2dHvN8eUHO4

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